|
Die folgenden Texte stammen aus diversen WARRIORS FEAST-Einladungen der vergangenen 15 Jahre. Was hier in summarischer Form wiedergegeben
ist, sind Inhalte, die sich im weiteren Sinner mit dem Weg des Schwertes, wie ich ihn verstehe, auseinandersetzen. Die Texte stammen allesamt aus meiner Feder und sind
jeweils mit den Jahreszahlen ihrer Entstehung versehen.
WARRIORS FEAST SOMMER 2002
Das Leben ist sinnlos, wenn Du es nicht ab und zu aufs Spiel setzt.
Du bist nicht Dein Geld auf der Bank. Du bist nicht Dein Job.
Du bist nicht Dein Name. Du bist nicht der, zu dem Dich Deine Eltern machen wollten.
Du bist nicht Deine Probleme. Du bist nicht Dein Alter. Du bist nicht Dein Auto und Du bist nicht Calvin Klein, auch wenn Du seine Unterwäsche trägst.
Du bist nicht vollkommen.
Was Du bist erfährst Du, wenn Dein Leben an einer Klinge hängt und nur der Stahl in Deiner Hand zwischen Dir und dem Ende steht.
Wir werden irgendwann sterben.
Wir werden nicht errettet werden.
SCHEISS DRAUF !!
WARRIORS FEAST WINTER 2003
Am Anfang standen Träume.
Träume von Ehre, von Kampf und Ruhm, von Opfern, die Bedeutung haben.
Von Leben, die einen Unterschied machen.
Immer war es das Schwert, das Symbol des Heldentums, das alle verband:
Theseus, Hektor, Odysseus, Leonidas, Beowulf, Siegfried, Hagen, Arthur, El Cid, Robin Hood, Charles d’Artagnan, Musashi, Conan, Slaine, Skar...
Die Legende, der Mythos versprach mehr als das Leben der Moderne oder die Religion:
Leben in Erfüllung von Vorsehung, Pflicht und Freundschaft.
Keine Abkehr des Schicksals, sondern seine Vollstreckung in Tapferkeit, keine Wunder jenseits der Vernunft,
sondern persö¶nlicher Triumph diesseits der Realität menschlichen Scheiterns.
Keine phantastische Wunschvorstellung himmlischer Erlösung, sondern unbeugsame Treue zu sich selbst & dem, für das er kämpft, kennzeichnet den Helden.
Nicht der Sieg über die Feinde, sondern die Überwindung der eigenen Furcht ist das Merkmal des Kriegers. Sein Weg lehrt nicht Zerstörung sondern Tugend.
Auch deshalb treffen wir uns zum FEAST.
Nicht nur, um zu singen, trinken und zu kämpfen.
Nicht nur, um Freunde zu treffen und den Alltag zu vergessen.
Nicht nur, um unsere Tradition & den barbarisch-romantischen Geist zu feiern.
Sondern auch, um uns an unsere Träume aus Kindertagen zu erinnern.
Um mehr zu sein, als andere aus uns machen wollen.
Um mit der Schärfe eines Schwertes durch das Leben zu gleiten, anstatt wie Treibholz umher getrieben zu werden.
Um einen Unterschied zu machen.
Der Sinn des Lebens steht auf eine Klinge geschrieben.
WARRIORS FEAST SOMMER 2005
Thor god of thunder : Let me die with a sword in my hand
Raise your Hands : Swords in the wind
Brothers of Metal together again : With blood in our voices we ride
We'll fight until we win : Or we fight until we die
(Manowar)
Dies ist Dein Leben. Gut bis zum letzten Tropfen.
Dies ist Dein Leben und jede Minute bringt Dich seinem Ende näher.
Manche von uns leben lang und manche kurz. Manche leben das Leben ihrer Eltern, andere leben wie Bücher in
einem Regal. Manche leben exzessiv, andere gar nicht. Der eine knechtet den ganzen Tag auf dem Feld, um seine
Familie zu ernähren, der andere sitzt bis Mitternacht im Büro. Manch einer ist arbeitslos, manch anderer obdachlos.
Viel mehr noch sind geistlos. Man kann sich streiten, wer schlimmer dran ist.
Einer schwelgt im Luxus, ein anderer vegetiert am Existenzminimum. Ein dritter verhungert.
Das Leben ist kein Computerspiel. Es gibt kein Abspeichern und neu Anfangen, keine Zeitlupe und erst recht keinen Unbesiegbarkeits-Modus. Es gibt keine Anfängerstufe.
Nichts ist trivial. Kein Moment kehrt zurück. Jeder Atemzug verdiente Aufmerksamkeit.
Wenn Du glaubst, Dein Leben ändern zu müssen, musst Du es jetzt tun.
Die bessere Zukunft wird nie kommen und - kein anderer wird es für Dich machen.
Es ist nicht, was wir tun. Es kommt darauf an, wie wir es tun. Mit Leidenschaft, Mut und Bewusstsein. Mit Geist,
Körper und Seele. Mit der Wachsamkeit und der endgültigen Bereitschaft des Kriegers.
Am Ende wird es nicht um die Momente des Zauderns gehen, nicht um die verpassten Chancen.
Und erst recht nicht um Gründe.
Am Ende wird zählen: Was hast Du getan? Wann hast Du das gelebt, was Dir entspricht? Wie oft bist Du der Mann
, die Frau gewesen, zu dem oder der Dich die Götter bestimmt haben? Wie viele Male hast Du Dich befreit von all
den Ketten, die Erziehung, Moral, Zivilisation um Dich geschmiedet haben, und bist Deiner Bestimmung gefolgt:
Der Lust des puren Lebens, dem Gesetz der Wildnis, dem Recht der Natur, der Vollkommenheit im Einklang mit
Tat und Gedanken. Im Kampf, in der Liebe, in der Meditation, im Handwerk, in der Musik, in allem... im FEAST!
|